Kinder- und Thementouren

Gefahrlos durch Wald und Flur

Neben Wanderungen, Motorrad- und Fahrradtouren habe ich eigene Touren für Kinderwagen und Kinder zusammen gestellt, die auch von den Kleinen gefahrlos unternommen werden können und auf Kinderwagen-tauglichen Wegen zum Ziel führen. Zudem habe ich Sagenwanderungen erarbeitet, welche für Kinder sehr spannend sind, und auch Wanderungen mit Spurensuche (für Groß und Klein) für die Allgemeinbildung.

Wandern mit Kindern

Algund – Schloss Plars – Schlundenstein
Die Schlundensteinrunde ist ideal zum Einlaufen zu Beginn der Ferien. Ab der Sennerei Algund folgt man dem Weg Nr. 7, der über Mitterplars – Schloss Plars zum Waalweg führt. Hier geht es auf dem Jägersteig Nr. 25 A weiter, auf dem wir durch den Wald zum Schlundenstein – ein großer Felsbrocken aus der Eiszeit - kommen. Hier geht man auf der rechten Abzweigung bergab weiter und kommt auf Weg Nr. 26 A zum Café Konrad. Nun biegt man erneut rechts ab und folgt dem Burgweg nach Mitterplars bis zur Talstation Sessellift Vellau. Von hier aus geht es auf dem Bürgersteig der Straße nach Algund zurück ins Zentrum. Variante: man kann am Schlundenstein rechts abzweigen und kommt auf den Steig zum Ebeneicherweg, der uns nach ca. 1 km zum Ebeneicherweg (Nr. 25) führt. Von hier aus geht es den Vellauer Weg hinab und kommt über Algund – Dorf zurück zur Ortsmitte.

Tourenprofil:
Empfohlene Wandermonate: ganzjährig
Höhenunterschied: 200 m
Schwierigkeitsgrad: mittel
Gehzeit: ca. 2 Stunden
Einkehrmöglichkeiten: 1 Gasthaus
Markierung: 7; 25 A; 26 A; 25 (Variante)

Wandern mit dem Kinderwagen

Zoggler Stausee im Ultental
Wir überqueren die Staumauer und erhalten einen Überblick über die Ausmaße des Sees, dessen Wasserpegel je nach Jahreszeit schwankt. Wir folgen dem gemütlichen Weg taleinwärts und erfreuen uns an den Tafeln mit Sinnsprücken und Gedanken zu den Themen Beeren, Blumen und Sträuchern. Unser Blick trifft immer wieder auf den See und dessen Landschaft. Längs des Weges finden wir idyllische Rastplätze, wo wir unser Picknick halten können. Nach ca. 1 Stunde haben wir das Ende des Sees erreicht und müssen uns entscheiden, wie lange wir noch weiter gehen wollen. Zurzeit ist eine vollständige Seeumrandung mit dem Kinderwagen leider noch nicht möglich, wohl aber ohne Kinderwagen. Am Seende können wir die Wanderung auf dem „Ultner Höfeweg“ fortsetzten. Ein Teil ist mit dem Kinderwagen problemlos befahrbar. Der Rückweg erfolgt über denselben Weg.

Tourenprofil:
Wo: zwischen St. Walburg und Kuppelwies im Ultental
Jahreszeit: ganzjährig
Anfahrt: über Lana ins Ultental, weiter bis nach St. Walburg zum Cafè Seerast
Parkplatz: dort im Umkreis
Wegbeschaffenheit: ungeteerte Froststrasse
Zeitaufwand: je nach Streckenlänge zwischen 2 und 3 Stunden
Kinderwagen: alle Typen, nicht unbedingt alpintauglich

Sagen erleben ….. für Groß und Klein

Das Kasermandl auf der Kapfbergalm
Kasermandln wurden die Wandergeister genannt, die im Herbst, wenn das Vieh von den Almen hinab in Tal getrieben ist, in die Sennhütten einkehren und dort den Winter über bis zum Almauftrieb bleiben. Auch auf der Klapfbergalm im Ultental lebte vor vielen, vielen Jahren ein solcher Geist. Einst wollte ein Wildschütz im Spätherbst auf der einsamen Alm übernachten. In der Nacht hörte er jemanden kommen und versteckte sich in einer Ecke der Hütte. Als das Kasermandl eintrat, sah der Jäger, dass es nur ein Auge hatte, mitten auf der Stirn, und ihm war ganz ängstlich zumute. Das Kasermandl machte Feuer, kochte sich eine schwarze Speise, aß sie und verweilte recht lange. Danach löschte es das Feuer, reinigte das Kochgeschirr und verschwand ins Freie. Der Jäger wartete in seinem Versteck bis zum Morgen, erst dann eilte er aus der Hütte. Seit dieser Zeit schläft kein Wildschütz mehr auf der Klapfbergalm, so sehr fürchten sie sich vor dem einäugigen Geist.
Diese Tour führt über eine Forststrasse hinauf zur Klapfbergalm und bietet eine einmalige Aussicht auf das Ultental und seine Höfe, die wie Schwalbennester an den Hängen kleben. Am rauschenden Wasser des Klapfbaches finden sich immer wieder schöne Stellen, die zur Rast einladen.
Auf der Landstrasse zwischen St. Nikolaus und St. Gertraud biegen wir an der überdachten Bushaltestelle links ab, überqueren den Falschauerbach und folgen dem anfangs asphaltierten Aufwärtsführenden Weg Nr. 16 Richtung Süden. An einer Weggabelung geht es geradeaus zum Klapfwieshof, wo sich eine Parkgelegenheit findet. Hier kann man auch einen Blick hinab in die tiefe Schlucht des Kapfbaches werfen.
Nun folgen wir rechts unserem Wanderweg, der als Forststrasse hinauf zur Klapfbergalm (1946 m) führt. Anfangs geht es nur mäßig bergan, nach einem ersten eingezäunten, mit Lärchen bestandenen Almgelände folgt ein etwa halbstündiger steilerer Aufstieg. Während der Wanderung bietet sich uns immer wieder eine prächtige Aussicht auf das Ultental und die umliegenden Bergketten.
Auf der Alm angekommen müssen wir uns zwischen zwei Varianten entscheiden, die beide etwa eine Stunde für den Anstieg, für den Rückweg etwas weniger in Anspruch nehmen.
Geradeaus weiter steigt man zur Klapfberger Scharte (2295 m) auf,  nach links führt ein Weg zum Schrummsee (2182 m). Zurück geht man in jedem Fall den selben Weg.

Tourenprofil:
Einfache Wanderung.
Etwa 2,5 Stunden Anstieg (mit Kindern).
Abstieg etwa 1,5 Stunden.
Varianten je etwa 1 Stunde Aufstieg, Rückweg weniger.
Ca. 700 Höhenmeter.
Für größere Kinder problemlos.

Spurensuche in Südtirol

Auf den Spuren von Karl May – dem Vater Winnetous
Old Shatterhand, Winnetou und seine Schwester Nscho-tschi – wer ist als Kind beim Indianerspielen nicht in eine dieser Rollen geschlüpft ? So mancher Erwachsene verbrachte als Kind Nächte damit, die Bücher, die von spannenden Abenteuern in fernen Welten erzählen, beim Schein einer Taschenlampe zu verschlingen. Karl May ist wohl noch heute einer der berühmtesten Jugendbuchautoren des deutschen Sprachraums. Einen Teil seiner Werke verfasste er während seiner langen Aufenthalte auf der Mendel. Im Sommer 1911 verbringt May ganze 8 Wochen auf der Mendel. Er spaziert zum Penegal, besucht Kaltern, schwimmt in den Montiggler Seen, sieht die Bären der Einsiedelei St. Romedius im Nonstal und fährt durch das Eggental bis zum Karerpass. Übrigens soll ihm die Eggentaler Schlucht als Vorlage für den Roman „Durchs wilde Kurdistan“ gedient haben.
Der Mendelpass mit dem Nobelhotel Penegal ist um 1900 ein mondäner Sommerfrischeort. Unter den illustren Gästen des Luft Kurortes scheinen der österreichische Thonfolder Franz Ferdinand, Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth sowie Nobelpreisträger Wilhelm C. Röntgen und sogar der indische Revolutionsführer Mahatma Gandhi auf. Karl May verweilt mehrmals hier und lässt sich von der Landschaft inspirieren. Heute hat die Mandel ihren einstigen Glanz verloren.
Der Penegal (1737 m) mit seinen großen Sendeanlagen ist auch von unten leicht zu erkennen. Wer nur die herrliche Aussicht genießen und einen kleinen Spaziergang unternehmen möchte, ist hier richtig. Im Gegensatz zur schroffen und schwindelerregend hohen Berflande über dem Etschtal präsentiert sich der Penegal auf der Nonstaler Seite grün und sanft.

Unsere Wanderung beginnt direkt am Mendelpass.
Auf den 1363 m hohen Pass, der das Trentiner Nonstal mit dem Südtiroler Überetsch verbindet, gelangen wir von Kaltern entweder mit dem Auto über die kurvenreiche Mendelpassstrasse oder mit der Standseilbahn (ab Kaltern St. Anton). Hinter der Bergstation der Seilbahn taucht der breite, gemütliche Weg 500 (ex 521) Richtung Süden in den Wald ein. Nach 1 Stunde ist die Halbweghütte erreicht (Einkehrmöglichkeit). Es vergeht eine weitere knappe Stunde, und wir kommen zur urigen Roenalm (Einkehrmöglichkeit). An nun wird der Anstieg deutlich steiler und führt durch hohe Latschenhaine. Nach 3 Stunden Gesamtgehzeit stehen wir auf der 2116 m hohen Roenspitze. Zurück geht es auf demselben Weg. Dabei haben wir genug Zeit, einen langen Blick ins weite Nonstal zu werfen. Nach rund 2,5 Stunden sind wir wieder am Mendelpass.

Tourenprofil:
Eine etwas lange, aber lohnende Berwanderung.
5,5 – 6 Stunden Gehzeit.
750 Höhenmeter.
Viele weitere Beschreibungen für Wanderungen, Motorradtouren und Fahrradtouren stehen unseren Gästen zum Mitnehmen zur Verfügung. So kann schon am Vorabend die Tour für den nächsten Tag geplant werden. Unsere Sammlung bietet eine genaue Beschreibung der Tour, wie man hinkommt, wo man parkt, wie der Weg verläuft, Höhenmeter, Einkehrmöglichkeiten usw. Außerdem verleihen wir gratis Kartenmaterial und Unterlagen (Bücher, Wanderführer usw.)
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